Cranisacrale Therapie (CST)

Die Craniosacral Therapie (CST) (vom Lateinischen cranium: Schädel; sacral: das Kreuzbein (os sacrum) betreffend: „Schädel-Kreuzbein-Therapie“, auch Kraniosakraltherapie oder kraniosakrale Osteopathie ist eine alternativmedizinische Behandlungsform, die sich aus der Osteopathie  entwickelt hat. Es ist ein Manual Medizinisches Verfahren, bei dem Handgriffe vorwiegend im Bereich des Schädels und des Kreuzbeine ausgeführt werden.

Die Cranio-Sacral-Therapie beruht unter anderem auf der Annahme, dass sich die rhythmischen Pulsationen der Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit, der sog. Primäre Atemmechanismus (PAM), auf die äußeren Gewebe und Knochen übertragen und somit ertasten lassen. Die Einzelknochen des Schädelswerden auch bei Erwachsenen als gegeneinander beweglich angesehen. Durch Berührung des Körpers will der Therapeut Informationen über mögliche Blockaden dieser Bewegung sammeln und dadurch auf Funktionseinschränkungen einwirken, sowie indirekt auch Membranen innerhalb des Schädels  und die harte Hirnhaut (Dura mater) beeinflussen.

Dieses Vorgehen soll einen angenommenen „Energiefluss“ verbessern und Selbstheilungskräfte aktivieren sowie Funktionseinschränkungen und deren Verknüpfungen zu seelische Verletzungen lösen. Neben dem Atem- und Herzrhythmus gibt es einen weiteren Bewegungsrhythmus in unserem Körper. Es ist eine Eigenbewegung des Nervensystems, mit dem es sich ca. alle 8 Sekunden mit kleiner Amplitude zusammenzieht und wieder ausdehnt. Diese Eigenbewegung des Nervensystems wirkt sich besonders im Gehirn und Rückenmark aus. Der geübte Therapeut kann diesen Rhythmus spüren und dabei Unregelmäßigkeiten und Asymmetrien auffinden, um sie durch gezielte Behandlungen über die Schädel- und Gesichtsknochen, aber auch die Wirbelsäule wieder zu lösen. Besondere Bedeutung hat dieses Verfahren besonders bei Kindern nach schwerem Geburtsverlauf und bei Erwachsenen nach Schädelprellungen, aber auch bei allen Kopfschmerzformen.